8 Tipps für die richtige Hufpflege beim Pferd

„Den Huf bitte immer sauber und trocken halten!“ Ja klar, logisch. Hört sich aber leider ein bisschen an wie: Um abzunehmen, musst du nur gesünder essen – und bitte auf Schokolade verzichten. Das ist ja auch gaaanz einfach. Was also tun, wenn du keinen eigenen Stall hast und die Paddocks feucht und schlammig sind? Du kannst dein Pferd ja nicht einfach in der Box lassen, nur damit es sauber und trocken steht.

Du und dein Pferd, ihr seid mit eurem Stall eigentlich glücklich? Dann brauchst du weder ein schlechtes Gewissen haben, noch musst du dir eine alternative Einstellmöglichkeit suchen. Du kannst auch unter nicht ganz so optimalen Bedingungen für die Hufe deines Pferdes viel tun!

Hufgesundheit für dein Pferd – das kannst du tun:

Wir erklären dir hier, wie du dein Pferd vor Strahlfäule, hohlen Wänden (Hohlraum in der Hufwand), mürben Hufen und Hufkrebs schützen kannst. Und keine Sorge: Wir brauchen dafür keine Daten von dir.  Melde dich aber jederzeit gerne, wenn dir unsere Tipps gefallen und du noch mehr davon haben willst.

Wie kannst du dich also selbst um die Hufpflege deines Pferds kümmern?

1. Kratz täglich die Hufe aus!

Gewöhne dir an, täglich die Hufe auszukratzen, nachdem dein Pferd auf dem Paddock war! Warum das?

Im Schmutz, der im Huf hängenbleibt, sammeln sich Bakterien, die sich in nassen, dunklen Milieus ohne Sauerstoff rasch vermehren. Das heißt, ein feuchter Huf, in dem der Matsch so verdichtet wird, dass kein Sauerstoff mehr zu den Strahlfurchen durchdringt, ist ein Bakterienparadies. Außerdem könnten sich unbemerkt Steine in den Strahl oder die Sohle drücken und Huflederhautentzündungen oder Hufabzesse verursachen. 

2. Miste regelmäßig die Koppeln ab!

Puh, ich weiß, das ist eine mühsame und undankbare Arbeit. Aber sie bringt tatsächlich etwas für die Gesundheit des Pferdehufes! Warum? Ganz einfach: Nicht nur die Feuchtigkeit auf den Koppeln greift die Hufe an. Es ist leider die Kombination von Feuchtigkeit, Kot und Urin, die ein wahres Biotop für Bakterien bildet.

Viele Stallungen misten automatisch die Koppeln mit ab. Wenn das bei euch nicht der Fall ist, packst du am besten selbst mit an: Wenn die Pferdchen gerade auf der Koppel sind, macht es übrigens mehr Spaß – weil sie dir ständig nachlaufen und dich von der Arbeit abhalten werden. Ich glaube du weißt, was ich meine …

3. Verwende eine Drahtbürste!

Ist der Huf sehr dreckig, ist man oft gezwungen, ihn zu waschen. VORSICHT: Das ist dann nicht optimal, wenn das Pferd schon mürbe Hufe, Strahlfäule oder ähnliche Hufprobleme hat. Durch die Feuchtigkeit können sich die Bakterien noch weiter vermehren.

Ich und mein Freund (dem macht das Spaß!) bürsten den Huf mit einer Drahtbürste ab! Du kannst natürlich auch eine Wurzelbürste oder die Bürste vom Hufauskratzer verwenden. Im Praxistest schneidet aber die Drahtbürste am besten ab.

WICHTIG: Pass gut auf, dass du das Saumband nicht beschädigst. Verwende für den oberen Bereich des Hufes lieber die Wurzelbürste und reibe das Saumband auf gar keinen Fall mit der Drahtbürste ab!

4. Miste die Box nach!

Wie schon gesagt: Kot und Urin regen die Bakterienproduktion an. Wenn die Box also am Abend dreckig und nass ist, solltest du sie lieber nachmisten, um deinem Pferd Hufprobleme zu ersparen. Praxistipp: Wenn es einmal schnell gehen muss, schieb einfach das gute Stroh, das sich meist seitlich ansammelt, in die Mitte und das nasse, schmutzige Stroh in die Ecken. Dein Pferd kann dann im sauberen Stroh schlafen.

5. Achte auf kürzere Intervalle bei der Hufbearbeitung!

Vielleicht hat dir dein Hufschmied schon einmal vorgeschlagen, die Hufbearbeitungsperioden von 8 Wochen auf 6 Wochen zu verkürzen. Er will dir damit nicht das Geld aus der Tasche ziehen, sondern sieht, dass das für die Hufe deines Pferdes besser wäre: Sobald nämlich die Zehen zu lang werden, verändern sich die Spannungsverhältnisse und das wiederum führt zu den Rissen! Lass es nicht so weit kommen!

Falls der Hufschmied aber alle 2 Wochen kommen muss, weil die Eisen deines Pferdes nicht mehr halten, dann solltest du unbedingt zu unseren Spezialölen greifen.

6. Lass dir von deinem Hufschmied zeigen, wie man ein Hufeisen abnimmt!

Manchmal passiert es, dass das Pferd sich das Eisen runtertritt oder das Eisen verbogen ist. Dann ist es wichtig, dass es sofort abgenommen wird! Es kann sich sonst leicht ein Nagel in die Huflederhaut verirren, was sehr schmerzhaft für das Pferd ist und zusätzlich schwere Entzündungen im Huf auslösen kann.

Frag deshalb deinen Hufschmied, ob er dir zeigen kann, wie du das Eisen richtig abnimmst. Dafür brauchst du natürlich das nötige Equipment. Dein Hufschmied verrät dir sicher gerne, was du dir besorgen kannst und wo du es bekommst.

7. Beobachte Risse im Huf!

Risse können verschiedene Ursachen haben. Verletzungen zum Beispiel, aber auch Trockenheit, Bakterien oder falsche Hufbearbeitung. Falls die Hufe Risse haben, weil sie etwa zu trocken sind, kannst du sie natürlich wassern. Aber Vorsicht! Wenn auch Bakterien mit im Spiel sind, leidet die Hufqualität noch mehr.

Feine Risse wegen Trockenheit bekommst du am besten mit unserem Hufpflegeöl plus in den Griff.

8. Pfleg die Hufe deines Pferds mit Hufölen!

Warum? Ganz einfach: Bakterien mögen keine ätherischen Öle und werden aufhören, sich zu vermehren. Unsere Huföle pflegen und schützen: Das Horn kann besser nachwachsen und der Huf ist geschützt, auch wenn du einmal nicht zum Nachmisten oder Abmisten von Paddock oder Koppel kommst. Du hast weniger Arbeit und ersparst deinem Pferd schmerzhafte Hufprobleme.

Hol dir professionelle Beratung!

Dein Pferd hat leider schon Hufprobleme oder du möchtest noch mehr über die Möglichkeiten einer effizienten Hufpflege erfahren, dann melde dich gerne bei uns: Hier geht´s zu deinem persönlichen Beratungsgespräch.

Liebe Grüße
Elisabeth von Huföl

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